Bootstour nach Kleftiko und Sikia

Kleftiko gehört zweifellos zu den spektakulärsten geologischen Sehenswürdigkeiten, die die Natur in und um Milos geschaffen hat. Warum Kleftiko früher als berüchtigtes Versteck und Ankerplatz für Piraten galt, versteht man vor Ort erst richtig. Die Bucht mit ihren zahlreichen Felsentoren, kleinen Stränden und schützenden Felsvorsprüngen bot sicherlich einen zuverlässigen Schutz sowohl vor Verfolgern als auch vor widrigem Wetter. Zudem ist Kleftiko auf dem Landweg nur über einen etwa einstündigen Fußweg erreichbar und so gut wie nicht einsehbar.

Wer keine Möglichkeit hat, privat mit dem Boot nach Kleftiko zu gelangen, dem können die zahlreichen Anbieter am Hafen in Adamas weiterhelfen. Deren Werbeschilder sind nicht zu übersehen, neben dem kompletten "Trip around Milos" werden auch selektiv einige der populärsten Ausflugsziele angesteuert. Die Qualität der angebotenen Dienstleistungen ist wohl sehr unterschiedlich. Ich habe schon öfter von enttäuschten oder gar seekranken Passagieren gehört, die auf überfüllten Booten gnadenlos bei hohem Seegang durchgeschüttelt wurden. Auch wenn das Meer am Hafen in Adamas ruhig ist, sollte man sich nach den Verhältnissen draußen auf See erkundigen und nicht blind dem jeweiligen Kapitän vertrauen, der möglicherweise nur an seinen Umsatz denkt.

Uneingeschränkt empfehlen kann ich eine Bootstour nach Kleftiko mit der "Thalassitra", einem nagelneuen, nach historischem Vorbild gebauten Zweimaster. Mit dem Beiboot werden alle Mitreisenden nach und nach durch die Grotten und Felsentore geschippert, so dass man Kleftiko buchstäblich anfassen kann. Außerdem bekocht Stamatis, der Besitzer, seine Gäste persönlich und zaubert in der Bordküche tolle Gerichte. Der übrige Service an Bord ist ebenfalls hervorragend organisiert.

Sikia

Unweit von Kleftiko, an der südlichen Westküste von Milos, liegt die sogenannte Meeresgrotte Sikiá (Betonung auf dem "a", sonst weiß keiner, was man meint). Mangels Deckengewölbe handelt es sich eigentlich nicht um eine Grotte, sondern um eine kleine Bucht, die vom Meer durch ein Felsentor getrennt ist. Zu den Stoßzeiten drängen sich hier die Ausflugsboote besonders, weil eben nur ganz wenig Platz ist. Eine Fahrt nach Kleftiko ist eigentlich immer mit einem Besuch von Sikia verbunden.