Die Orte von Milos

Glücklicherweise hält sich die Besiedlung in Milos stark in Grenzen. Es gibt nur wenige Orte, bei denen es sich genaugenommen um kleine Dörfer handelt, und diese beschränken sich zudem weitgehend auf den östlichen Teil der Insel. Den Westteil (Chalakas) hingegen kann man getrost als nahezu unbewohnt bezeichnen, denn hier finden sich lediglich kleine Siedlungen und demzufolge auch eine sehr rudimentäre Infrastruktur. Insgesamt sind knapp 5000 Einwohner auf der Insel gemeldet; die Zahl derer, die dort dauerhaft leben, ist aber wohl niedriger.

Die zwei wesentlichen Gegenpole sind die Orte Adamas und Pollonia. Während Adamas als strategisch gelegener Hafenort in der Bucht von Milos einen regelrechten Verkehrsknotenpunkt bildet und auch die meisten Angebote für Urlaubsgäste bereithält, bietet sich Pollonia als uriges Fischerdörfchen in abgeschiedener Lage all denjenigen an, die vorzugsweise Ruhe suchen und auch mit weniger Infrastruktur auskommen.

Adamas

Pollonia

Nördlich von Adamas, auf einer Art Hochplateau, liegen die Orte Triovasalos, Pera Triovasalos, Plakes, Plaka und Tripiti. Sie sind weitgehend zusammengewachsen und bilden eine räumliche Einheit. Der Übergang von einem Ort zum anderen ist nicht immer klar erkennbar und wenn man eine Landkarte hinzuzieht oder sich gar an den Ortsschildern orientieren will, wird die Verwirrung eher noch größer. An dieser Stelle sei noch der Name Karodromos erwähnt, der öfter fällt, aber in keinem Reiseführer erwähnt ist. Es handelt sich um den Teil von Triovasalos, der sich entlang der Hauptstraße erstreckt. Derartige Bezeichnungen für Ortteile oder abgelegene Siedlungen, die als eigenständige Ortsbezeichnung gebraucht werden, begegnen einem in Milos öfter.

Tripiti und Plaka heben sich durch ihre exponierte Lage von den anderen Orten ab, denn sie drängen sich quasi an der westlichen Abbruchkante des Hochplateaus und thronen somit über der Einfahrt in die Bucht von Milos. Hier bietet sich an vielen Stellen ein beeindruckendes Panorama und insbesondere die Sonnenuntergänge schaffen eine einzigartige Postkartenkulisse, wenn das Meer zwischen Fourkovouni, Kap Vani und Antimilos im Abendrot glitzert und alles andere zur dunklen Silhouette verschwimmt.

Tripiti

Plaka

Die Dörfer auf dem Hochplateau mit insgesamt rund 3000 Einwohnern sind das eigentliche Herz von Milos. Hier findet man Behörden und Schulen, Fachgeschäfte jeder Art, das Krankenhaus und einige ursprüngliche Tavernen und Kaffeehäuser, die vorzugsweise von Ortsansässigen besucht werden. Lediglich Plaka ist aufgrund seiner typischen Kykladenarchitektur und der besonderen Lage unterhalb des Kastrohügels auch verstärkt auf touristische Gäste eingerichtet und trägt dieser Tatsache mit einer Vielzahl von Souvenir- und Schmuckläden, Restaurants und modernen Cafes Rechnung.

Schließlich möchte ich noch auf zwei weitere Orte eingehen, in denen prinizpiell so gut wie nichts los ist, die man aber trotzdem besuchen sollte, und zwar aus unterschiedlichen Gründen. Klima mit seinen bunten Sirmata, den traditionellen Bootshäusern, muss man in jedem Fall gesehen haben. Zefiria hingegen gibt zum Besichtigen nicht viel her, bietet aber mit der großen Marienkirche und einer sehr guten Taverne ebenfalls genug Anlass für einen Besuch.

Klima

Zefiria