Tagesausflug nach Kimolos

Kimolos in der Abendsonne
Hafen Psathi
Chora und Psathi

Milos selber ist ja zumindest außerhalb der Saison schon recht beschaulich. Die Nachbarinsel Kimolos bietet jedoch griechisches Inselflair der besonders rustikalen Art. Wer Ruhe und Abgeschiedenheit schätzt, sollte zumindest einmal einen Tagesausflug nach Kimolos einplanen. Die Insel ist nur spärlich besiedelt, der Norden und der Westen sind weitgehend unzugänglich. Außer ein paar zerstreuten Siedlungen gibt es lediglich Chora und den Hafenort Psathi. Der Sinn eines Besuches in Kimolos sollte es sicherlich nicht sein, möglichst viel zu sehen oder zu erleben. Kimolos bietet die Chance, einfach nur zu entspannen und die beruhigende Distanz zur nächstgelegenen Zivilisation zu genießen. Ob bei einem Spaziergang durch das stille Kastro, einem Picknick bei den Windmühlen oder an einem der Strände an der Südküste.

Das Herz von Chora ist das mittelalterliche Kastroviertel, dessen äußerer Häuserring größtenteils erhalten ist. Ein Spaziergang durch das Kastro veranschaulicht deutlich, wie man sich früher durch diese festungsartige Anordnung der Häuser vor Piratenüberfällen zu schützen versuchte.  

Blick von Chora in Richtung Polyegos. Die unbewohnte Nachbarinsel ist nicht nur ein beliebtes Ziel für touristische Bootsausflüge, sondern lockt im Sommer auch mutmaßliche Oligarchen mit ihren Superyachten an.

Überfahrt nach Kimolos

Die beste Verbindung zwischen Milos und Kimolos ist die kleine Autofähre Panagia Faneromeni (genannt "Pantofla"), die Pollonia und Psathi verbindet. Sofern man über ein Fahrzeug verfügt, sollte man dieses in jedem Fall nach Kimolos mitnehmen. Bereits der Fußweg vom Hafen die steile Straße hinauf nach Chora kann einem ansonsten den Spaß verderben. Zusätzlich zur kleinen "Kimolos-Fähre" legen auch manche großen Fähren je nach Streckenführung einen Stopp in Kimolos ein. Ich habe diese Variante aber bisher nur einmal auf dem Rückweg genutzt, nachdem ich die Panagia Faneromeni verpasst hatte.

Update 07/18