Katakomben, Tripiti

Die christlichen Katakomben überzeugen eher durch ihre Bedeutung als durch das, was sie real darstellen. Wer sich mit der Geschichte des frühen Christentums befasst und sich vorstellt, wie die verfolgten Christen hier heimlich ihre Toten bestatteten, kann dieser Stätte vielleicht etwas abgewinnen. Fakt ist aber, dass der zugängliche Teil der Katakomben in etwa zwei Minuten durchschritten ist, auch wenn das Hinweisschild mehr verspricht.

Nachdem im Sommer 2009 die Katakomben geschlossen waren und weitreichende Renovierungsarbeiten angekündigt wurden, waren die Erwartungen natürlich hoch. Nach der Wiedereröffnung im Herbst 2009 zeigte sich aber, dass man zwar in ein mit drei Damen besetztes Katakombenwärterhäuschen und eine neue Außenanlage investiert hatte, das Innere aber noch immer nicht in vollem Umfang begehbar ist. Zugegeben, außen gibt es neuerdings noch einige Ausgrabungsfragmente zu sehen und die stimmungsvolle Beleuchtung in den Katakomben ist verbessert worden, aber schon an einer qualifizierten Führung mangelt es. Die Erläuterungen beschränken sich auf das, was man ohnehin schon weiß.

Parkplatz und Zugang
Blick auf Klima

Also - wer viel erwartet, wird enttäuscht sein. Dennoch schadet es nicht, einen Blick in die Katakomben zu werfen. Wenn man ohnehin in Tripiti ist, folgt man der ausgeschilderten Straße zum Parkplatz oberhalb der Katakomben. In Kombination mit einem Besuch des Römischen Theaters und der Fundstätte der "Venus von Milo" kann man so die Tripiti-Triple-Kultur-Kombi absolvieren.

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