Zefiria

Dass Zefiria im Mittelalter einmal die Hauptstadt von Milos war, ist heute schwer vorstellbar. Der Ort wurde wohl nach mehreren Erdbeben und dem Ausbruch von Seuchen verlassen - und so wirkt er heute eigentlich auch noch. Zefiria ist nicht mehr als eine bewohnte Kreuzung, allerdings mit der überproportional großen Marienkirche Panagia Portiani. Dennoch wird man zwangsläufig öfter nach Zefiria kommen, wenn man Milos erkundet und mit dem Auto oder Zweirad unterwegs ist, denn mehrere Strände an der Südküste sind auf diesem Weg erreichbar.

Was allerdings auch ein Argument für einen Abstecher nach Zefiria sein sollte, ist die empfehlenswerte Taverne "To Petrino", die sich nahe der Kreuzung direkt nach dem Abzweig in Richtung Paliochori befindet.

Panagia Portiani

Panagia Portiani

Am Vorabend von Mariä Himmelfahrt, also am 14. August, findet alljährlich in der Kirche Panagia Portiani in Zefiria das größte Kirchfest in Milos statt. Im wesentlichen macht man der Marienikone seine Aufwartung, anschließend folgt jedoch der recht umfangreiche weltliche Teil des Geschehens: Livemusik, Souvlakigrillierung an meterlangen Grills und kirmesartige Buden im Umfeld der Kirche. Bei genauerem Nachdenken stellt sich die Frage, warum das "Hochfest der Aufnahme Mariens in den Himmel" in einer Kirche zelebriert wird, die nicht "Kimisi tis Theotokou" heißt. Nun, die Panagia Portiani ist als Schutzheilige von Milos für die Bewohner der Insel seit jeher von solch großer Bedeutung, dass das größte Kirchfest ganz einfach in einer ihr geweihten Kirche stattfindet.

Update 03/18