Tsigrado

Um Tsigrado und Firiplaka zu erreichen, fährt man auf einer LKW-Piste durch eine der sogenannten "Mining Areas". Wie überall auf Milos empfiehlt es sich auch hier, Schilder, die etwas von "24 Hours Truck Passing" verkünden, ehrfürchtig zu respektieren. Denn die rasenden, mit Bergen von Gestein beladenen LKW tauchen meist in unübersichtlichen Kurven frontal von vorne auf. Man passiert ein großes Werk von Silver & Baryte, das am Hang des Tsigrado-Vulkans liegt. Dieser Krater an der Südküste ist neben dem Vulkan von Trachylas, nördlich von Plaka, einer der beiden wesentlichen - zum Glück ehemaligen - Vulkane von Milos. Vor dem Ziel teilt sich der Weg am sogenannten Kap von Tsigrado. Wenige Meter nach Links und man kann sein Fahrzeug oberhalb vom Strand von Tsigrado abstellen.

Oben am Parkplatz
Im Sommer wird es eng am Strand
Halden des S&B-Werks
Kap von Tsigrado

Früher führte eine steile, blendend weiße Sanddüne durchgängig hinunter ans Wasser. Man hatte Sandreste aus dem nahegelegenen S&B-Werk entsorgt und somit einen der idyllischsten Strände von Milos geschaffen. Mittlerweile jedoch ist der Strand in seiner ursprünglichen Schönheit nicht mehr wiederzuerkennen. Es wurden große Teile des Sandes von der Brandung im Winter abgeschwemmt, so dass man kletternder Weise eine nicht unerhebliche Felsklippe mit Hilfe eines fest angebrachten Seils und einer Holzleiter überwinden muss, um an den Strand zu gelangen.

Ein Rest des Strandes ist erhalten geblieben und dieser hat in der Nebensaison durchaus noch seinen Reiz. Die Bucht liegt windgeschützt, der feine weiße Sand lädt zum Entspannen ein und die von senkrechten Felswänden eingerahmte Kulisse trägt ihren Teil dazu bei, ein wenig die Zeit zu vergessen. Ein klarer Nachteil ist jedoch die geringe Größe des Tsigrado-Strandes. In Gesellschaft anderer Besucher kann es während der Hauptsaison schnell ungemütlich werden, eben je nach persönlicher Toleranzgrenze.