Kap Vani

Kap Vani vom Kastro aus gesehen
...und aus nächster Nähe

Kap Vani ist eine der auffälligsten Landmarken der Insel Milos. Viele der beliebtesten, von Plaka aus aufgenommenen Fotomotive zeigen stets auch das Kap, da es sich unweigerlich von links in nahezu jeden Panoramablick, jedes Sonnenuntergangsszenario drängt. Kap Vani wirkt aus der Ferne mit seiner charakteristischen Silhouette fast filigran. In Wahrheit aber handelt es sich um eine beachtliche Landzunge, an deren Spitze ein mächtiger, etwa 20 m hoher Fels aufragt.

Vani-Bucht mit altem Bergwerk
Vani-Bucht

Vani erreicht man entweder mit dem Boot oder auf einer recht abenteuerlichen Fahrt mit dem Auto, wobei beides seine Berechtigung hat. Der Besuch vom Meer aus macht es möglich, den Vani-Felsen aus nächster Nähe zu umrunden. Je näher man kommt, desto mehr versetzen einen die gewaltigen, fast senkrechten Klippen in Staunen. Wenn man dann noch bedenkt, dass an dieser Stelle der Meeresboden so steil wie an keiner anderen Küste von Milos in die Tiefe abfällt, kommt man sich in seinem Boot bedenklich klein vor.

Vani Mine, altes Manganbergwerk

Auf dem Landweg verliert sich die Straße nahezu im Nichts, und ohne GPS kann man sich äußerst leicht verfahren. Irgendwann gelangt man an das zerfurchte Areal der ehemaligen Manganmine von Vani und muss sein Fahrzeug verlassen. Zum Durchstreifen des gesamten Geländes sollte man neben genug Trinkwasser (im Sommer kann es hier abstrus heiß werden!) auch genug Zeit mitbringen. Alte Stollen, Ruinen, Höhlen und finstere Felsen wie aus einer anderen Welt prägen diesen archaischen Ort, an dem man nicht nur räumlich, sondern auch atmosphärisch maximal weit von dem lebhaften Treiben auf der anderen, der zivilisierten Seite von Milos entfernt ist.

Lage der Vani-Mine in der Karte anzeigen: