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Dies ist die Kategorie Milos
Chronia Polla! Als das westkirchliche Osterfest in Rom im strömendsten Regen gefeiert wurde, mochte man es noch auf den in diesem Jahr sehr frühen Ostertermin schieben. Aber nun sind die Orthodoxen - zumindest in Griechenland - auch nicht viel besser dran. Fünf Wochen später und Ende April doch traditionell bereits sehr von der Sonne verwöhnt, zeigt sich das Wetter diesemal leider nicht so gnädig. In Pollonia ist die Karfreitagsprozession erstmals seit Jahrzehnten wetterbedingt ausgefallen. Und heute feiert man zwangsläufig lieber drinnen, als sich dem regnerischen Wetter auszusetzen. Nach griechischen Maßstäben sind um diese Jahreszeit 15 Grad, Regen und Sturm ja ein apokalyptischer Wintereinbruch.
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In den vergangenen Tagen war es in weiten Teilen Griechenlands recht dunstig - nicht richtig wolkig, sondern eher “nebulös”. Was man im Großraum Athen noch für Smog hätte halten können, trat aber auch dort auf, wo die Luft eigentlich sonst immer recht klar ist, zum Beispiel in Milos. Bei genauem Hinsehen zeigt sich eine feine gelbliche Sandschicht, die alles bedeckt - Staub aus der Sahara. Das Phänomen tritt eigentlich jedes Jahr mehrfach auf, eben je nach Großwetterlage, Windrichtung etc. Ein kurzer Regen würde die Sache bereinigen, aber der kann theoretisch in Milos noch bis November auf sich warten lassen.
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Bekanntermaßen ist die Venus von Milo ja vielmehr die Aphrodite von Milos. Letztendlich hat man ein wenig Latein mit Französisch gemischt, so dass dieser Name dabei herauskam. Jedenfalls ist die Statue weltweit als Venus von Milo bekannt. Die ganze Geschichte ihrer Entdeckung, der nicht ganz faire Deal zwischen Vautier und Kentrotas und Fotos aus dem Archäologischen Museum in Plaka gibt es auf www.milos.at.
Zur Website: Aphrodite von Milos / Venus von Milo
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Seit knapp einem Jahr gibt es nun in den dichter bewohnten Gebieten von Milos ADSL 2000. Dazu zählen Adamas und die ganzen Orte rund um Triovasalos, also Tripiti, Plaka, Plakes und Pera Triovasalos. “Gut unterrichteten Quellen” zufolge liegt die DSL-Leitung sogar schon bis 1800 m vor der Ortsgrenze von Pollonia. Irgendwie ist das ganze ein Politikum und man konnte sich bis dato nicht einigen, wer die Kosten trägt.
Nun mehren sich die Gerüchte, dass dieses Jahr Pollonia endgültig mit adäquater Geschwindigkeit ans Internet gehen kann. Damit könnten man dann guten Gewissens sagen, dass nahezu ganz Milos mit ADSL versorgt ist, denn der Rest der Insel ist ja sehr dünn besiedelt.
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Nun ist auch Milos vom Streik betroffen und der Müll türmt sich in den Straßen auf. Diese ziemlich fiesen Bilder stammen aus Adamas, von der Hauptstraße und dem Parkplatz am Atlantik-Supermarkt (wo die Müllcontainer auch schon ohne Streik immer penetrant vor sich hin müffeln).

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Andreas und Brigitte Mallis haben sich für die kommende Saison zeitgemäß vorbereitet und sind jetzt mit einer eigenen Website präsent. Unser gemeinsamer Freund Jean-Marie hat auf seiner Website nach wie vor illustres Bildmaterial und Infos über Andreas’ Rooms, aber zudem gibt es unter www.andreas-rooms.gr nun eben auch etwas eigenes im Netz:
Andreas Rooms, Milos
Die Studios von Andreas gibt es schon seit Jahrzehnten, er gehörte zu den ersten Zimmer-Vermietern in Pollonia. Mittlerweile bietet er auch Bootsausflüge mit seinem Boot “Perseas” an. Letztes Jahr hat er die erforderlichen Prüfungen absolviert und ist nun ganz offiziell von der Hafenpolizeibehörde zur Personenbeförderung autorisiert. Schwerpunkt seiner Touren ist nicht der übliche “Trip around Milos” sondern Ausflüge nach Kimolos und Poliegos. Das ist besonders spannend, weil es hier unzählige kleine Buchten gibt, die außer ihm kaum jemand kennt. Seine Erfahrung als Fischer in der Region um Pollonia herum kommt ihm hier zugute, denn die Trips mit der “Perseas” unterscheiden sich wirklich gänzlich von den sehr standardisierten Ausflügen, die von Adamas aus angeboten werden. Letzten Sommer sind wir mit Andreas bei Vollmond zur Taverne Ventouris in Kimolos übergesetzt, wo wir gänzlich alleine am Strand bewirtet wurden. Das war einmalig, und solche Erlebnisse bekommt man nur geboten, wenn sich jemand wirklich auskennt - und es gut mit einem meint. :-)
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Ich bekomme immer wieder Anfragen, ob man nicht Werbung für sein Hotel, seine Rooms etc. auf meiner Website buchen könne. Um die ganze Seite glaubwürdig zu halten, habe ich das immer abgelehnt. Ich empfehle nur Unterkünfte, die ich selber kenne und für gut befinde. Gleiches gilt für alle anderen Tipps, Sehenswürdigkeiten (was ich eben dafür halte), Restaurants usw. Jetzt habe ich erstmals eine Ausnahme gemacht: Die Limeri Apartments in Sarakiniko kenne ich selber (noch) nicht, aber sie sehen auf den Fotos außerordentlich nett aus. Der Kontakt kam über Katy zustande, und ich bin sicher, dass ich für die Apartments guten Gewissens Werbung machen kann. Sarakiniko bietet bekanntermaßen eine einzigartige Kulisse und die Limeri-Anlage liegt tatsächlich mitten in der unberührten Landschaft an der Nordküste von Milos. Trotzdem hat man es nach Adamas oder Triovasalos nicht weit.
» Milos Limeri Apartments, Sarakiniko
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Seit geraumer Zeit hole ich in regelmäßigen Abständen im “Glykophilema” bei Anezina Vamvouni neben den üblichen Bergen an Süßwerk ein kleines Gläschen mit einem eingelegten, mir bis dato unbekannten Kraut. Wir verwenden es ausschließlich als Beigabe zum Salat, nicht nur zum Choriatiki (Greek Salad) sondern eigentlich zu vielem, was irgendwie mediterran anmutet. Das Kraut ist in Salz-/Essigwasser eingelegt und hat einen sehr markanten Geschmack, so dass ich es eher sparsam dosiere. Wie üblich ist die Beschriftung der Gläschen sehr rudimentär - keine Ahnung, ob es dafür in Griechenland überhaupt irgendwelche Vorschriften gibt. Jedenfalls heißt es Krítamo, mehr Infos gibt es nicht, aber die Damen um Anezina beteuern, es werde an der Nordküste bei Papafrangas nahe dem Meer geerntet. Man muss ja nicht immer alles wissen, aber ohne irgendeine offiziell klingende Bezeichnung fällt es mir schwer, Gästen zu erklären, was ich ihnen da unter den Salat gemischt habe.
Jetzt hat sich das Mysterium um Anezinas Kraut gelichtet. Denn in der aktuellen Griechenland Zeitung finde ich einen Artikel von Waltraud Alberti aus Alonissos, die unter anderem Kräuterkunde-Seminare gibt und in der Zeitung seit einiger Zeit interessante Beiträge über griechische Wildkräuter und ähnliches verfasst. Bei ihr heißt das Kraut Krítama, zu Deutsch Meerfenchel und botanisch Chrithmum maritimum. Man kann ihn offensichtlich frisch zubereiten, indem man ihn kurz kocht, oder auch einlegen und auf diese Weise haltbar machen. Die Beschreibung passt und ich denke, ich werde in Zukunft erklären, dass es sich um Milischen Meerfenchel handelt, wenn wieder mal jemand argwöhnisch darauf herumkaut. Falls das zu entmystifizierend ist, füge ich einfach hinzu, er werde bei Vollmond von barfüßigen Jungfrauen geerntet…

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Eigentlich ist es albern, sich darüber derart lustig zu machen, aber ich habe wirklich herzhaft lachen müssen. Erst war es noch harmlos. Ich finde die Website des mit unbekannten Herrn Dr. Stein, der einst die Kykladen bereiste. Auch in Milos war er gewesen und schreibt ein wenig darüber, und die ersten Buchstabendreher halte ich noch für statistisch unauffällig. Aber je mehr ich weiterlese, desto wilder wird es. In Mandraki war er gewesen und hat den Blick von Agios Marina über den Ormus genossen. Die Bootstour nach Kleftis und ein Ausflug zur Chaora von Komilos durften auch nicht fehlen. Und dann noch die Basaltfelsen von Grissalonia… Lieber Herr Dr. Stein, nehmen Sie es mir nicht übel. Aber das ist wirklich ein literarisches Meisterwerk! :-)))
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Im “optisch-akustischen Archiv” des Senders ERT gibt es eine knapp halbstündige Dokumention über Milos. Technisch unaufwändig aber recht stimmungsvoll gemacht werden einige Highlights gezeigt, alles untermalt mit getragener Musik von Michalis Terzis. Offensichtlich ist der Streifen schon älter, lief aber erst vor ein paar Tagen wieder im Fernsehen.
ΚΥΚΛΑΔΕΣ ΔΙΑ ΜΕΣΟΥ ΤΩΝ ΑΙΩΝΩΝ - ΜΗΛΟΣ
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