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Dies ist die Kategorie Kulinarisches
Seit einiger Zeit bilde ich mir ein, meinen persönlichen Ouzo-Favoriten gefunden - Ouzo Barbayanni aus Lesbos. Der
blaue mit 46% hat es mir angetan. Ziemlich stark, aber dennoch eine runde Sache und sehr angenehm zu trinken. Eigentlich mag ich Ouzo auf Eis ganz gern, aber beim Barbayanni ist mir aufgefallen, dass der offensichtlich so viele ätherische Öle (die natürlich für den exzellenten Geschmack verantwortlich sind) enthält, dass sie in Verbindung mit Eiswürfeln ganz arg ausflocken. Also lieber pur trinken, dann kommt das Aroma viel besser zur Geltung. Nun hat mir mein Freund Alex aus Lesbos ein Fläschchen mitgebracht, da haben wir uns gleich mal drum gekümmert…

Warum wird ΒΑΡΒΑΓΙΑΝΝΗ eigentlich offiziell Barbayanni umschrieben? Eigentlich wäre doch Barbagianni korrekt. Oder Varvagianni. Oder auch Varvayanni. Oder…
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Mal wieder was Neues aus meinem Versuchslabor: Griechischer Eierpunsch. Eines vorweg - beim Herstellen von Eierpunsch kann man grundsätzlich zwischen dem effizienten und dem anspruchsvollen Weg wählen. Letzterer funktioniert analog zur Herstellung von Eierlikör unter Verwendung von frischem Eigelb. Ersterer funktioniert mit fertigem Eierlikör und ist mir daher lieber, weil dann mehr Zeit zur Verköstigung bleibt. Man nehme also:
- 1 Liter fruchtigen griechischen Weißwein (sollte wenig Säure haben)
- 0,5 Liter Eierlikör (Verpoorten oder etwas vergleichbar hochwertiges)
- 0,2 Liter Metaxa (da muss man es mit der Anzahl der Sterne nicht übertreiben)
- 3 gut gehäufte Teelöffel Vanillezucker (ich nehm gern selbstgemachten aus Puderzucker mit Vanilleschoten drin)
Das ganze wird unter ehrfürchtigem Rühren behutsam in einem Topf erhitzt, ohne dass die ganze Sache aufkocht. Dann ist der Eierpunsch nämlich hinüber, weil der Eierlikör ausflockt. Wenn er richtig heiß ist, wird er in mit der Kelle in Weingläser verteilt. Halb voll am besten, denn obendrauf empfiehlt sich eine dicke Haube frisch geschlagene Sahne. Noch einen Strohhalm hinein und fertig ist der vorweihnachtlich-griechische Eierpunsch.
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Na toll. Jetzt haben wir mitten im August arktische Temperaturen, die bei mir Zorn und Hustenreiz auslösen. Ob sich die freuen, die vor kurzem noch über die geniale Hitze gemeckert haben? Na ja, meine Meinung übers Wetter habe ich schon kundgetan. Jedenfalls ist mir die Lust auf meinen obligaten Frappe vergangen, jedenfalls auf die übliche eiskalte Sommer-Variante. Da habe ich mich plötzlich an die Ausführungen von meinem Freund Manolis erinnert, der von “Hot Frappe” zu berichten wusste. Heißer Frappe ist wohl sein Standardgetränk in der kalten Jahreszeit. Also habe ich es ausprobiert: Nescafe und Zucker mit etwas Wasser aufgeschäumt, ein Schuss Kaffesahne drauf - soweit kennt man es ja noch - aber dann mit kochendem Wasser aufgefüllt. Na ja. Irgendwie unspektakulär. Und man stochert auch mit dem Strohhalm nur ins Leere anstatt in klackernden Eiswürfeln rumzurühren. Vielleicht kann man sich dran gewöhnen, aber wenn schon heiß, dann doch lieber ein Kaffee aus dem Vollautomaten. Oder besser noch - es sollte einfach wieder wärmer werden.
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Griechische Woche bei Aldi: Seit heute gibt es bei Aldi Süd ja wieder alle möglichen griechischen Dinge im Angebot. Über einiges möchte ich erst gar nicht nachdenken, aber der Wein hat mich dann doch gereizt. Ich war also nicht träge und habe gestern bereits vier Flaschen von der Aktionsware geholt: zwei weiße, 2005er Mantinia und Savatiano, und zwei rote, 2004er Nemea und Naoussa. Nicht originell, aber immerhin gibt es anderenorts für den Preis von 2,99 EUR pro Flasche allenfalls einen Retsina oder einen völlig undefinierbaren Wein. Nun gut, der Mantinia war gestern abend fällig und ich muss sagen, dass man ihn durchaus empfehlen kann. Ziemlich fruchtig, im Duft an Aprikosen erinnernd. Für meinen Geschmack aufgrund der Säure lieber als Begleitung zum Essen anstatt solo. Ein paar Mezedes sollten den Zweck erfüllen. Keine Ahnung, was ein richtiger Weinkenner dazu sagt, der ich bekennendermaßen nicht bin. Aber ich habe schon genug griechische Weine verschiedenster Herkunft und Preisklassen resorbiert, so dass ich sagen kann - der erste Aldi-Wein meiner kleinen Testreihe hat schon mal ein sehr gutes Preis-Leistungsverhältnis. Heute Abend ist der Savatiano dran. %-)
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Eines ist klar - Caipirinha ist schon ein exzellentes Getränk, vor allem wenn es warm ist, die Sonne sich ihrem Untergang neigt und im Hintergrund psychedelische Abhänger-Musik läuft. Für mich persönlich konkurriert der Caipi durchaus mit dem Ouzo, den ich am liebsten mit Eis und Wasser verköstige. Natürlich genießt der Anisschnaps uneingeschränkten Heimvorteil und dem Caipirinha lastet immer so etwas südamerikanisch-karibisches an, womit ich gar nichts anfangen mag. Dennoch ist das Zutzeln am Strohhalm ein feine Sache und auch die Limetten sind nicht zu verachten - beides Pluspunkte, bei denen der Ouzo-Longdrink nicht mithalten kann. Was also tun? Wie lässt sich der Caipirinha mit seinen eigenen Waffen schlagen? Auf die Lösung hat mich dann der Caipiroska gebracht - bekanntermaßen ein Äquivalent, bei dem der Cachaca durch Wodka ersetzt wird. Also kann es aus dem Land der Hellenen eigentlich nur eine mögliche Antwort geben - den CAIPIROPOULOS! Man ersetze die klare Spirituose durch einen guten Tsipouro, wie zum Beispiel Averof, und lege statt Buena Vista Social Club ganz einfach Manos Hatzidakis auf. Eigentlich ganz logisch.
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Auch wenn bei uns der Osterhase schon letzte Woche da war. Ein bisschen Griechische Ostern kann man ja mit einem Grill im Freien, einigen Lammkörperteilen und den gängigen kulinarischen Basics zumindest ansatzweise simulieren. Zum Glück hatte ich meinen Grillplatz schon vor Wochen weitgehend fertiggestellt und auch schon mehrfach erprobt.

Das schmutzige Handwerk hatte ein Metzgersscherge bereits erledigt und einem unseligen Lämmlein Teile des Rückens und der Beine entnommen.

Der übliche Einstieg: Psomi psito, in ausreichender Höhe geröstet und mit Salz und Rigani bestreut.


Im nächsten Arbeitsgang dann die zarten Fleischteile aufgebracht.

Dicht über der Glut nähern sie sich ihrer Bestimmung. Heißes Eisen zeichnet ein speichelflusserzeugendes, knuspriges Muster ins Fleisch.

Weißer Rauch kündet von der nahenden Vollendung.

Das Osteressen in seiner bescheidenen Gesamtheit. Ein bisschen selbstgerührtes Tsatsiki, ein eiskalter Retsina, mehr muss nicht sein.



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Passend zum Frühlingsanfang habe ich mir dieses Jahr meinen ersten eiskalten, starken und extrem bewusstseinserweiternden Frappe gemixt. So richtig gut wird er nur mit den richtigen Zutaten und den richtigen Utensilien. Dazu zählen 1. echter griechischer Nescafe. Der ist deutlich stärker als deutscher, obwohl es ja eigentlich das gleiche Pulver sein sollte. Ist es aber nicht, der griechische wird in Ellada hergestellt und entspricht halt dem lokalen Geschmacksempfinden. Und 2. braucht man einen elektrischen Frappemixer. Keinen Schüttelbecher und keinen batteriebetriebenen Milchaufschäumer, sondern eine richtige Turbine, die satten, dicken Schaum erzeugt. (Die Cappuccino-Milchschaum-Spielzeuge haben unten eine kreisrund gewundene Spirale, die Frappe-Mixer hingegen eine kleine geriffelte Metallscheibe!).
Dann geht’s los - hier also mein Rezept für Frappe: Zwei Teelöffel Nescafe-Pulver und zwei Teelöffel Zucker in ein hinreichend großes Glas geben. Einen Schuss Wasser drauf - nicht zuviel und nicht zu wenig, das muss man üben. Und dann mit viel Geduld und dem Frappe-Mixer zu einem dicken Schaum quirlen. Wenn er aussieht, wie caramelfarbene Sahne, ist er richtig. Dann ein paar Eiswürfel hinein und einen Schuss Kaffesahne drauf. Und dann gaaaanz langsam und vorsichtig mit stillem, kühlschrankkaltem Mineralwasser auffüllen. Es darf nicht blubbern und glucksen, sonst wird der edle Schaum mit großen Luftblasen durchsetzt, das sieht mies aus! Zu guter Letzt kommt ein Strohhalm hinein, mit dessen Hilfe man dem Schaum den letzten Schliff geben kann, so dass er wie eine marmorierte Sahnehaube wirkt.
Fertig. So sieht das ultimative Kaffeegetränk aus. Welcher sonstige Kaffee kann schon mit einer mehrere Zentimeter hohen Crema aufwarten?

Mehr Infos: Stichwort Frappé
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Nachdem wir uns schon seit Jahren an dem einzig wahren, griechischen Griechen im Raum Frankfurt erfreuen, muss ich hier auch mal eine innigste Empfehlung aussprechen: Das Restaurant Poseidon in Neu-Isenburg ist meines Erachtens genau das, was man als Anhänger der griechischen Küche immer sucht aber selten findet. Das Ambiente mit Pappsäulen und wilder Hellas-Deko lässt noch keine Unterschiede zu anderen Restaurants erahnen, aber bereits bei gewissenhaftem Studium der Speisekarte begegnen einem Dinge, die man bislang nur aus gut sortierten Tavernen in Griechenland kennt. Allerfeinste Vorspeisen, Gerichte sto fourno und vieles mehr, das sich weitab von dem durchschnittlichen Gyros-Zaziki-Einerlei anderer griechischer Restaurants bewegt. Wir sind nun zwar umgezogen und haben es jetzt etwas weiter, aber den Weg zu Poseidon nehmen wir immer wieder gerne auf uns.
EDIT: Dieser Beitrag stammt vom Januar 2006. Einige Zeit später hat der Besitzer des Poseidon gewechselt. Sowohl das Ambiente im Restaurant als auch die Speisekarte haben sich deutlich verändert.
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Gleich noch etwas zum Thema griechische Nährmittel: Klar, der gute Fage-Joghurt, den die Hellenen glücklicherweise reichlich nach Deutschland exportieren, ist natürlich unübertroffen. Schön fest und cremig und so, dass man die Fett-Kalorien auch schmeckt. Nur leider gibt’s den nicht überall zu kaufen und so bin ich auf das Konkurrenzprodukt der Firma Domspitz Milch gestoßen. YOCOUS heißt er, das geht ja noch. Aber dann fällt mein Blick auf den Firmennamen: ΔΟΜΣ� ΙΤΖ ΓΑΛΑ. Kein Scherz. Keine Parodie. Meinen die das Ernst? Nicht nur, dass die Transkription falsch ist - dafür braucht man als Marketingmensch bei Domspitz schon eine gesunde Mischung aus Mut und eigenwilligem Humor. Na ja, schmecken tut der Γρίχισε Ιόγουρτ eigentlich gut. Noch ein bisschen Ηόνιγ drauf und ein paar Νύεσσε… ;-)
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Na endlich. Für den überzeugten Freund der griechischen Küche ist es vor allem eine emotionale Angelegenheit. Egal wieviel Mühe sich Dänen oder andere Nichtgriechen geben - ihr salziges Käsesurrogat wird niemals Feta sein. Und jetzt ist es amtlich: Nur Griechenland hat das Recht, Feta unter dem Namen “Feta” zu verkaufen, das sagt der Europäische Gerichtshof. Ab 2007 dürfen sich die resteuropäischen Käsefälscher neue Namen ausdenken. Sehr schön.
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