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Dies ist die Kategorie Kulinarisches
Na das ist doch mal ein Geburtstagsgeschenk: Ein Karton Mythos “Hellenisches Lagerbier”. Schönen Dank an meinen Freund Thorstolos. :-)
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Nachdem meine Souvlaki-Maschine schon vor einiger Zeit eingetroffen war, bot nun endlich die Gelegenheit zum initialen Test.

Der bestückte Würfel, mit Spießen gespickt.

Handarbeit beim Schneiden. Anstrengend, aber…

…mit einwandfreiem Ergebnis.


Souvlaki auf dem Schwenker.

Super knusprig und innen saftig.

Und in kurzer Zeit waren sie restlos vertilgt.
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Es ist soweit, ich bin stolzer Besitzer einer Souvlaki Maschine. Nach einer Woche Reisezeit aus Thessaloniki kam sie endlich an. Vielen Dank nochmal an Theodoros von Crazy Souvle.
Souvlaki Machine oder Souvlaki Maker werden die Dinger genannt, wobei wenn überhaupt letzteres zutrifft. Von allein passiert nämlich gar nichts, man muss das Grillgut schon noch von Hand fertigen, aber es wird einem eben erleichtert.
Ich kann mich gut erinnern, als ich vor Jahrzehnten das erste Mal Souvlaki in Griechenland serviert bekommen habe - da waren sie viereckig, also mit quadratischem Querschnitt. Zunächst wirkte das ein wenig minderwertig, irgendwie industriell, wie Pressfleisch. Was natürlich Quatsch ist, wenn man sich näher damit befasst. Die original griechischen Basis-Souvlaki aus Schweinefleisch, quasi die Bratwurst des Griechen, werden in Massen verzehrt und daher auch effizient hergestellt. Das hat nichts mit schlechter Qualität zu tun. Anstatt die Fleischstücke manuell aufzufädeln, wird halt ein ganzer Fleisch-Kubus mit Holzspießen gespickt und anschließend geschnitten. Was sogar den Vorteil hat, dass die Souvlaki durchweg gleiche Proportionen haben und nach viermaligem Drehen auf dem Grill rundum äquiknusprig und innen perfekt gegart sind. Kotopoulo-Filets würde ich auf diese Weise auch nicht zerschnipseln, weil sie zuviel Saft verlieren würden, aber mit durchwachsenem Schweinefleisch geht das perfekt.
Jetzt muss ich nur noch warten, dass der Schnee draußen verschwindet, dann wird die Souvlaki Maschine das erste Mal in Gang gesetzt!


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Unglaublich. Ich habe heute für einen Weinshop AdWords gebucht und ein paar ergänzende Keywords im Google-Keyword-Tool ermittelt. Und was schlägt Tante Google an relevanten Keywords für “Wein Griechenland” vor? Ich zitiere:
Mit den eingegebenen Begriffen in Verbindung stehende Keywords - nach Relevanz sortiert:
wein griechenland
wein aus griechenland
trockener wein aus griechenland
herber und trockener wein aus griechenland
wein aus griechenland mit terpentinähnlichem geschmack
herber trockener wein aus griechenland
herber und trockener wein aus griechenland mit terpentinähnlichem geschmack
ein herber und trockener wein aus griechenland mit terpentinähnlichem geschmack
wie heißt ein herber und trockener wein aus griechenland
trockener wein aus griechenland mit terpentinähnlichem geschmack
trockener wein griechenland
ein herber und trockener wein aus griechenland
wein griechenland terpentin
Wer das Tool nicht kennt - das ganze resultiert aus Suchanfragen der Google-Benutzer. Mein Gott, was für Leute sind da unterwegs? Für meinen Geschmack kommt da ein bisschen häufig “Terpentin” drin vor! Es gibt auch griechischen Wein jenseits von Retsina, und selbst der schmeckt nicht nach Terpentin. Allerdings… da fällt mir ein Gebräu ein, das mich vor Jahren mal teuflisch aus den Socken gehauen hat. Das war in Pollonia, in einer Taverne, die ich lieber verschweige (denn es war sicher eine einmalige Panne). Aber diesen Milos-Wein aus der finstersten Hexenküche kann ja sonst wohl keiner kennen.
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Seit geraumer Zeit hole ich in regelmäßigen Abständen im “Glykophilema” bei Anezina Vamvouni neben den üblichen Bergen an Süßwerk ein kleines Gläschen mit einem eingelegten, mir bis dato unbekannten Kraut. Wir verwenden es ausschließlich als Beigabe zum Salat, nicht nur zum Choriatiki (Greek Salad) sondern eigentlich zu vielem, was irgendwie mediterran anmutet. Das Kraut ist in Salz-/Essigwasser eingelegt und hat einen sehr markanten Geschmack, so dass ich es eher sparsam dosiere. Wie üblich ist die Beschriftung der Gläschen sehr rudimentär - keine Ahnung, ob es dafür in Griechenland überhaupt irgendwelche Vorschriften gibt. Jedenfalls heißt es Krítamo, mehr Infos gibt es nicht, aber die Damen um Anezina beteuern, es werde an der Nordküste bei Papafrangas nahe dem Meer geerntet. Man muss ja nicht immer alles wissen, aber ohne irgendeine offiziell klingende Bezeichnung fällt es mir schwer, Gästen zu erklären, was ich ihnen da unter den Salat gemischt habe.
Jetzt hat sich das Mysterium um Anezinas Kraut gelichtet. Denn in der aktuellen Griechenland Zeitung finde ich einen Artikel von Waltraud Alberti aus Alonissos, die unter anderem Kräuterkunde-Seminare gibt und in der Zeitung seit einiger Zeit interessante Beiträge über griechische Wildkräuter und ähnliches verfasst. Bei ihr heißt das Kraut Krítama, zu Deutsch Meerfenchel und botanisch Chrithmum maritimum. Man kann ihn offensichtlich frisch zubereiten, indem man ihn kurz kocht, oder auch einlegen und auf diese Weise haltbar machen. Die Beschreibung passt und ich denke, ich werde in Zukunft erklären, dass es sich um Milischen Meerfenchel handelt, wenn wieder mal jemand argwöhnisch darauf herumkaut. Falls das zu entmystifizierend ist, füge ich einfach hinzu, er werde bei Vollmond von barfüßigen Jungfrauen geerntet…

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Man merkt, dass bald Weihnachten ist. Heute fällt mir in meinen Zugriffstatistiken doch tatsächlich ein Keyword auf, dass sich unbemerkt nach oben geschlichen hat: Eierpunsch. Wie kurios. Im laufenden Monat habe ich bislang im Schnitt 350 Besucher täglich, von denen ein nicht unerheblicher Teil über Google kommt. Im Sommer sind es bis zu 1500 am Tag, dann dominieren bis in die hintersten Ränge die urlaubsaffinen Suchbegriffe. Aber jetzt bekommt sogar mein Eierpunsch-Rezept Traffic-Relevanz. Das erstaunt mich vor allem deshalb, weil die Seite mit dem Rezept derzeit lediglich Platz 30 belegt (www.google.de/search?hl=de&q=eierpunsch). Das bedeutet, die Leute klicken sich tatsächlich mindestens bis auf die 3. Suchergebnisseite durch. Sehr erstaunlich und erfahrungsgemäß unüblich. Jedenfalls steht bei uns in der Küche schon wieder alles für den weichnachtlichen Eierpunsch bereit. Eine klasse Sache, mit der ich nach anfänglichem Gelächter bislang jeden habe überzeugen können. :-)
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Will man die vielen Köstlichkeiten, die der Meister auf seinem rußigen Grill zubereitet, allesamt durchtesten, braucht es ein wenig Zeit. Die hatten wir diesmal nicht, und so ließen wir uns eine einzigartige Sonderanfertigung auftischen: Die große (wenn nicht gar maximale) Belivanis-Grillplatte! Quasi eine Arche Noah des knusprigen Geschmacks, denn auf ihr hatten alle relevanten Tiere Platz. Es gab keine Spezies, die uns nicht durch ihre Saftigkeit und Krossheit erfreute. Im Dialog der Tiere waren vertreten: Zarte Kotopoulo-Souvlaki, Paidakia, saftige Bifteki (”only beef, anything else is nothing”), Schweinesteaks als Sättigungsbeilage und die gefürchtete Schwarzwurst.

Mein Freund Thorsten aka Thorstolos vor dem Werk des Meisters
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Das original griechische Frühstück ist ja eigentlich gar nicht als solches zu bezeichnen. Entweder fällt es aus oder es besteht aus einem Frappé und einer abnorm starken Zigarette. Dennoch geht es mir mittlerweile so, dass ich mit einem “griechischen Frühstück” einen sehr gehaltvoll bestückten Frühstückstisch assoziere. Multikulti ist eben immer dann am schönsten, wenn man sich von allen Sitten und Gebräuchen die besten raussucht und diese kombiniert. Man nehme die deutsche Gepflogenheit eines nahrhaften Frühstücks und lasse sie Gestalt annehmen mit Hilfe von sündhaft klebrigem griechischem Back- und Süßwerk. Dazu ein eiskalter Frappé doppelt glyko und ein frisch gemolkener Apfelsinen-Xymos. Ahhhh…

Ein guter Start in den Tag im Akteion (Adamas)
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Ein unglaublicher Rückschlag für die Anhänger der gehobenen Gastronomie: Der Greek Mac, hellenistisches Bollwerk im globalen Fastfood-Einerlei, der Partisane unter den Burgern, ist tot. So bestätigte es mir jedenfalls der MacDonald’s Manager in der Athener Flughafen-Filiale. Auf der Preisliste steht noch anklagend sein Name, aber die Preisangabe wurde schon getilgt. Mir schwante schon Böses, als ich das von weitem sah, aber nun ist es amtlich: Greek Mac ist aus.
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Dinge zu verköstigen, zu denen man einen ganz besonderen Bezug hat und die daher unvergleichlich schmecken, finde ich klasse. Fernab jeglicher Normen und objektiven Geschmacksbeurteilungen gibt es kulinarische Werte, die sich einem nur erschließen, wenn man das ganze Drumherum kennt und schätzt. Dazu zähle ich auch eine illustre Kollektion von Speziälitäten aus Milos, natürlich nicht offiziell erhältlich sondern… selbstgemacht, vom Freund eines Freundes.
Unter geringschätzigem Verhöhnen deutscher Gesundheitsämter und europäischer Schadstoff-Grenzwerte haben wir schon so manchen “local wine” oder selbstgebrannte Flüssigkeiten genossen, deren Besitz allein in vielen Ländern dieser Welt wahrscheinlich schon verboten ist.
Zu den lokalen Spezialitäten, die zwar gesundheitlich unbedenklich sind aber nicht unbedingt gängigen Standards entsprechen, zählen zum Beispiel Oliven und Kapern, die wir auch gern exportieren, um Freunde bei harmlosen Grillabenden damit zu erschrecken. Während besonders kleine, feine (ha, lächerlich!) Kapern für gewöhnlich ja teurer sind, bestechen unsere durch gewaltige Größe und einen prägnanten Geschmack. Sie stammen von den Latifundien des Herrn Katris, und ich schätze sie wirklich sehr. Sie sind authentisch, selber in Plastikflaschen eingelegt und bereichern jedes zünftige griechische Essen mehr als jede normierte Supermarkt-Ware.
Noch verwegener sind die Oliven, nahezu fleischlos und teils kleiner als die Kapern. Zugegeben, es ist eigentlich eine Sorte, die für die Ölproduktion gedacht ist (auch dieses Olivenöl lagert bei uns in größeren Gebinden), aber wenn man nun mal nur diese hat, werden die Oliven halt auch zum Essen gereicht. Und diese unscheinbaren Früchtchen, von fleißiger Albanerhand gepflückt, lösen in unserem nicht-griechischen Bekanntenkreis mehr noch als die Kapern reges Befremden aus. Wenn man die gängigen Kalamata- oder ähnliche Oliven kennt, hält man unsere für Olivenkerne.
Aber wenn das Interesse erst mal geweckt ist, und ich genau berichten kann, wo unsere echten “local products” gewachsen sind und wer sie geerntet und zubereitet hat, dann greift diese Faszination des Exotischen manchmal zumindest auch auf andere über. Geschmack ist eben sehr subjektiv.
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