Passend zum Frühlingsanfang habe ich mir dieses Jahr meinen ersten eiskalten, starken und extrem bewusstseinserweiternden Frappe gemixt. So richtig gut wird er nur mit den richtigen Zutaten und den richtigen Utensilien. Dazu zählen 1. echter griechischer Nescafe. Der ist deutlich stärker als deutscher, obwohl es ja eigentlich das gleiche Pulver sein sollte. Ist es aber nicht, der griechische wird in Ellada hergestellt und entspricht halt dem lokalen Geschmacksempfinden. Und 2. braucht man einen elektrischen Frappemixer. Keinen Schüttelbecher und keinen batteriebetriebenen Milchaufschäumer, sondern eine richtige Turbine, die satten, dicken Schaum erzeugt. (Die Cappuccino-Milchschaum-Spielzeuge haben unten eine kreisrund gewundene Spirale, die Frappe-Mixer hingegen eine kleine geriffelte Metallscheibe!).
Dann geht’s los - hier also mein Rezept für Frappe: Zwei Teelöffel Nescafe-Pulver und zwei Teelöffel Zucker in ein hinreichend großes Glas geben. Einen Schuss Wasser drauf - nicht zuviel und nicht zu wenig, das muss man üben. Und dann mit viel Geduld und dem Frappe-Mixer zu einem dicken Schaum quirlen. Wenn er aussieht, wie caramelfarbene Sahne, ist er richtig. Dann ein paar Eiswürfel hinein und einen Schuss Kaffesahne drauf. Und dann gaaaanz langsam und vorsichtig mit stillem, kühlschrankkaltem Mineralwasser auffüllen. Es darf nicht blubbern und glucksen, sonst wird der edle Schaum mit großen Luftblasen durchsetzt, das sieht mies aus! Zu guter Letzt kommt ein Strohhalm hinein, mit dessen Hilfe man dem Schaum den letzten Schliff geben kann, so dass er wie eine marmorierte Sahnehaube wirkt.
Fertig. So sieht das ultimative Kaffeegetränk aus. Welcher sonstige Kaffee kann schon mit einer mehrere Zentimeter hohen Crema aufwarten?

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