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Das Athener Taxi-Paradoxon

Wir haben letztens eine unangenehme Erfahrung mit den Taxis in Athen gemacht. Nachts gegen 1 Uhr wollten wir vom Syntagma zu einer Adresse “hinter” der Akropolis, also nicht sehr weit. Ein Taxifahrer nach dem anderen gab vor, er kenne die Adresse gar nicht. Schwachsinn, außerdem hat natürlich jeder ein Navi im Auto. Einer war dann so fair, uns augenzwinkernd zu erklären, es einfach ein paar Schritte vom Syntagma entfernt nochmal zu versuchen. Und siehe da, das erstbeste Taxi hat gehalten und die kurze Strecke für etwa 6 EUR auf sich genommen. Ich gehe also davon aus, dass die Taxifahrer am Syntagma mit hartnäckiger Dreistigkeit die nächtens mit dem Expressbus ankommenden Fahrgäste abgreifen wollen, die zu weiter entfernt liegenden Zielen gebracht werden möchten. Kleinkram wird dreist abgeblockt.

Daraus folgt dann auch das Athener Taxi-Paradoxon: Es gibt nachts um jede Endhaltestelle E herum eine “tote Zone”, deren innerer Radius r1 die weitestmögliche Entfernung beschreibt, um gerade noch zu Fuß dort hin gelangen zu können. Der äußere Radius r2 ist gerade groß genug, dass die Taxifahrer ab hier bereit sind, von E aus das Ziel Z anzusteueren. Geht man davon aus, dass es unmöglich ist, den Taxifahrer zu einer Dreiecksfahrt zu veranlassen, um die erforderlichen Mindestkilometer zu erreichen, kann ein Ziel Z innerhalb der Zone nur in mindestens zwei Zügen erreicht werden. Entweder gilt r2 - r1 ≤ r1, d.h. die tote Zone kann zu Fuß durchquert werden, dann könnte man bei gleichzeitiger Minimierung von Taxikosten und Fußweg mit einer Fahrt zum äußeren Radius r2 (wobei Z auf der Fahrtstrecke liegt) und einem Fußweg zurück das Problem lösen. Oder es gilt r2 - r1 > r1, dann muss man zwei Fahrten der Länge r2 kombinieren und das Zwischenziel Z’ zuvor mit Zirkel und Lineal ermitteln. Banal, aber kurios.


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Verfasst von Immo am Freitag dem 12.09.08 um 23:32 Uhr
Abgelegt unter Griechenland
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3 Kommentare zu Das Athener Taxi-Paradoxon

  • Bißchen gibt es nicht, wohl bisschen!


    [ Geschrieben am 25. Januar 2009 um 19:10 Uhr von Lothar ]

  • - Na ja… http://de.wiktionary.org/wiki/Taxi.
    - Ich rege mich nicht auf.
    - Ich war noch nie in Buxtehude. Aber oft in Athen.
    :-)


    [ Geschrieben am 15. Januar 2009 um 14:24 Uhr von Immo ]

  • Alter, es heißt nicht “Taxis” sondern “Taxen”.
    Außerdem machen das alle Taxifahrer der Welt, keiner verliert gern seinen Rang in der Schlange für fünf Euro.
    Vielleicht ein bißchen weniger aufregen? Oder einfach zurück nach Buxtehude gehen….


    [ Geschrieben am 15. Januar 2009 um 13:42 Uhr von alex ]





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Stichwörter dieses Artikels: Athen



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